HJ-Newsletters

Augsburg, Januar 2010

Inhaltsverzeichnis:

 

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» China «

Premium-Autos deutscher Hersteller bevorzugt
 
    Die Politik der Währungskontrolle, den Renminbi künstlich niedrig zu halten, sorgte 2009 für ein Anwachsen von Chinas Devisenreserve um 24 Prozent auf 2400 Mrd. Dollar. Sie ist damit die weltweit Höchste und entspricht etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung Großbritanniens. Als wichtigster Abnehmer von US-Papieren wächst jedoch Chinas Sorge um den Verfall des Dollars, dem es durch vermehrte Fimenkäufe im Ausland entgegenwirken will.
    Durch "Hot Money" in Form ausländischer, spekulativer Investitionen in Aktienhandel und Immobilien droht eine Wirtschafts-Überhitzung. Daher sollen Unternehmen, die internationale Zukäufe planen, durch eine neue "Going out"- Strategie Pekings unterstützt werden.
 
Quelle: FTD, 12.01.2010
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:angst-vor-ueberhitzung-china-bremst-seine-banken/50059141.html

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Chinesischen Männern droht Junggesellen-Status
 
    Laut einer sozialwissenschaftlichen Studie wird es in zehn Jahren bei zur Zeit 1,3 Milliarden Chinesen 27 Millionen mehr Männer als Frauen geben. Bereits heute liegt das Verhältnis bei 117 zu 100. In ländlichen Gebieten werden aufgrund der Ein-Kind-Politik weibliche Ungeborene häufig abgetrieben, da nur von Söhnen die Alterversorgung der Eltern erwartet wird, während Töchter für die Familie des Ehemanns zuständig sind.
 
Quelle: Süddeutsche, 11.01.2010
http://www.sueddeutsche.de/wissen/466/499739/text/

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Saab-Modell überbrückt heimische Autoentwicklung
 
    Im Jahr 2000 übernahm General Motors zu 100 Prozent den für moderne Technologie und Design bekannten schwedischen Autohersteller Saab. Das Unternehmen mit 4500 Beschäftigten brachte seither nur Verluste trotz Einbezug der deutschen GM Tochter Opel, dessen Modell Insignia als Basis für das neue Saab-Modell 9-5 dient. GM will sich von Saab trennen, seit 2007 der Absatz um neun Prozent und im laufenden Jahr um weitere 66 Prozent fiel.
    Der staatliche, chinesische Autokonzern BAIC kauft jetzt zu einem nicht genannten Preis die Rechte an Motor- und Getriebetechnik der beiden wichtigsten, laufenden Modelle, die Produktionsanlagen sollen nach China gebracht werden. Auch wenn Modell 9-5, in den 90er Jahren entwickelt, als überholt gilt, ist es bisher immer noch besser als Autos aus chinesischer Produktion. Die Entwicklung weltmarkttauglicher Wagen läuft in China allerdings auf Hochtouren.
    GM verhandelt mit einem weiteren Interessenten über die Markenrechte und restlichen Bestandteile von Saab.
 
Quelle: Süddeutsche, 14.12.2009
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/275/497578/text/

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Im Zwiespalt von Zensur und Marktöffnung
 
    Seit Google 2006 in China seine lokale Suchmaschine unter google.cn startete mit Pekings Auflage, gewisse Inhalte zu zensieren oder nicht zugänglich zu machen wie z.B. Berichte über Tibet, wurde der Konzern von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.
    Chinas begründet die Zensur und das Filtern von Zugang zu ausländischen Internetseiten mit dem Kampf gegen Pornografie, Online-Betrug und Fehlinformationen.
    Nach einem erneuten Hacker-Angriff auf etwa 30 amerikanische Firmen, darunter Finanzfirmen und Rüstungsunternehmen sowie Email-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten droht Google mit Rückzug und löste einen Streit zwischen China und den USA aus. Ein ähnlicher Angriff auf wichtige Computerdaten von etwa 100 amerikanischen Technologiefirmen fand bereits im Sommer 2009 statt. Google fordert jetzt das unzensierte Betreiben seiner Suchmaschine.
    Auch der Konkurrent Yahoo verließ aufgrund massiver Proteste von Menschenrechtsorganisationen den chinesischen Web-Markt, nachdem er 2004 für die Identifikation von vier Regimekritikern im Netz verantwortlich war, darunter der Journalist Shi Tao und der Literaturprofessor Liu Xiaobo, die zu zehn bzw. elf Jahren Haft veruteilt wurden.
    Google.cn hat einen Marktanteil von etwa 33 Prozent, etwa 700 Mitarbeiter und erreicht in China ein bis zwei Prozent des Gesamtumsatzes. Der größte Konkurrent, die einheimische Suchmaschine Baidu.cn, kommt auf etwa 63 Prozent Marktanteil, und dominiert auch den Mobilmarkt. Googles Vertrag mit dem größten Anbieter China Mobile verursachte bei Baidu das Angebot eines ähnlichen Service. Letzten November führte Baidu seine Mobile Apps auf dem Markt ein.
    Von Chinas etwa 340 Millionen Internetnutzern haben circa 30 Millionen, vor allem Angehörige der Mittelklasse, ein Gmail-Konto.
    Peking zieht eine Aufgabe der Zensur bisher nicht in Betracht und gibt vor, Googles Drohung nicht ernst zu nehmen mit dem Hinweis auf den hohen wirtschaftlichen Schaden dieses Schrittes für das Unternehmen. Gefangen im Zwiespalt rigider Zensur und Marktöffnung erkennen aber aufgeschlossenere Stimmen durchaus den potentiellen wirtschaftlichen Schaden und den Verlust internationalen Ansehens für China selbst.
    Die Drohung des Rückzugs aus einem wachsenden Markt wurde vom Google-Vorstand mit der Priorität des langfristigen Schutzes des Markennamens vor kurzfristigen Geschäftsinteressen begründet. Der Börsenkurs sackte daraufhin deutlich ab, chinesische Nutzer sind entsetzt und schmieden Auswanderungspläne, Bürgerrechtsgruppen begrüßen die Verlautbarung.
 
Quelle: Welt, 14.01.; SZ, 13.01.2010
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5841860/China-vertreibt-Google.html
http://www.welt.de/webwelt/article5842622/China-beansprucht-Meinungsfuehrerschaft-im-Netz.html
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5841853/Harte-Konkurrenz-Baidu-gibt-den-Tonan.httml
http://www.sueddeutsche.de/computer/768/500039/text/

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Neuer Exportweltmeister
 
    China gewann das lange Kopf-an-Kopf-Rennen mit Deutschland um den Titel des Exportweltmeisters. Von Januar bis November lagen die Exporte bei 1,07 Billionen Dollar gegenüber Deutschlands 1,05 Billionen. Ein reicheres China bedeutet jedoch einen guten Geschäftsmarkt.
    Deutschlands Exporte, vor allem Autos und hochspezialisierte Maschinen, legten wieder leicht zu. Volkswagen mit den Marken VW und Audi liegt in China inklusive Hongkong weiterhin in Führung mit 1,4 Millionen verkauften Autos, 37 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
    China, das hauptsächlich Kleidung, Spielwaren und Fernseher produziert, hat allerdings die USA als größten Automarkt überholt, wo der Jahresabsatz den niedrigsten Stand seit 27 Jahren aufwies. Gründe für Chinas rasantes Wachstum sind unter anderem staatliche Konjunkturhilfen und Kaufanreize wie Steuererleichterungen beim Kleinwagenkauf, die 2010 zu einer Zuwachsrate von etwa zehn Prozent führen könnten.
    Deutschlands Exporte lagen im November im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 73,7 Milliarden Euro um 3,1 Prozent niedriger, aber im Vergleich zum Oktober um 1,6 Prozent höher. Etwa zwei Drittel der Waren im Wert von 44,3 Milliarden Euro gingen in Länder der EU. Der Warenimport belief sich im November auf 56,3 Milliarden. Mit einem Überschuss von 17,2 Milliarden Euro im November ist die deutsche Außenhandelsbilanz auf ihrem höchsten Stand seit Juni 2008.
 
Quelle: Süddeutsche. 08.01.2010,
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/269/499545/text/

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Inflationsgefahr durch Kreditwachstumn
 
    Im dritten Quartal letzten Jahres wuchs Chinas Bruttoinlandsprodukt um 8,9 Prozent, da die Banken zur Ankurbelung der Wirtschaft das Darlehensvolumen massiv ausgeweitet hatten.
    Der Gefahr einer Überhitzung der Wirtschaft mit Vermögensblasen und Inflation will die Notenbank jetzt durch die Erhöhung des Mindestreservesatzes und dem Zinssatz für einjährige Schatzwechsel um acht Basispunkte auf 1,8434 Prozent entgegensteuern. Man rechnet auch mit einer Erhöhung des Leitzinses.
    Peking will die Kreditvergabe auf dem gegenwärtigen Niveau halten, die Banken vergaben in der ersten Januarwoche Kredite in Höhe von 600 Mrd. Yuan. Das starke Kreditwachstum könnte aber mittelfristig die Teuerung verschärfen, da Binnennachfrage und Exporte weiter wachsen. Chinas Ausfuhren stiegen im Dezember um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wodurch die Zentralbank noch mehr Liquidität aufsaugen muss.
    Trotz Chinas Versicherung, das Bankensystem sei in optimalem Zustand, und notleidende Kredite auf das niedrigste Niveau aller Zeiten gefallen sind, könnten sich alle bisherigen Aktionen zur Inflations-Eindämmung als unzulänglich erweisen.
    Die Kapitalausstattung der Banken dürfte geringer sein als angenommen. Da die Geldinstitute zur weiteren Kreditvergabe immer mehr außerbilanzielle Vehikel nutzten, erhöhten sich auch die Kreditrisiken.
 
Quelle: FTD, 08.01.2010, von Tobias Bayer
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:angst-vor-ueberhitzung-china-bremst-seine-banken/50059141.html

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» Hongkong «

Längste Brücke der Welt in Planung
 
    China will bis 2015 Hongkong und Macao zu einem Wirtschaftszentrum verschmelzen und baut eine sechsspurige Konstruktion mit 35 km als Brücke, 5,5 km als Straßentunnel unter Wasser und zwei künstlichen Inseln als Anschlussstellen. Die Kosten des Projekt von 7,6 Milliarden Euro teilen sich China, Hongkong und Macao. Die Meeresbrücke mit Stützen in Höhe von 170 Metern soll Windgeschwindigkeiten bis 201 km und Erdbeben bis Stärke 8 standhalten.
    Der World Wide Fund for Nature (WWF) befürchtet trotz gegenteiliger Versicherungen der Regierung sowohl eine Zerstörung des Meeres-Ökosystems als auch die Gefährdung der seltenen weißen Delphine im Perlfluss-Delta.
    Die bisher längste Brückenverbindung über Wasser besteht derzeit in New Orleans.
 
Qeulle: Süddeutsche. 23.12.2009, von Günther Fischer
http://www.sueddeutsche.de/automobil/133/498427/text/

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» Taiwan «

Ein taiwanesischer Alfred Krupp
 
    US-Computerkonzerne kauften schon in den 80er Jahren gerne bei Billigzulieferern in Taiwan und Singapur, die sich wie Hon Hai, aber auch Qanta, Compal und andere sehr schnell genug Wissen aneigneten, um komplette eigene Rechner zu bauen.
    Der verschwiegene Milliardär Terry Gou aus Taiwan ist Gründer und Chef des unauffälligen Elektronikgiganten Foxconn, Mittelpunkt des weltweit größten Industriestandorts Shenzen. Diese seit den 80er-Jahren bestehende Sonderwirtschaftszone Chinas bedeutet für Taiwans Unternehmer deutlich billigere Produktionskosten. Gou hat dort die größte Fabrik der Welt errichtet mit fast 500.000 Beschäftigten zu Billigstlöhnen aus armen Gebieten Chinas, die auch auf dem Gelände wohnen und in Massenschlafsälen untergebracht sind.
    Bald will Gou dort nur noch Akademiker zur Soft- und Hardware-Entwicklung anstellen, die Produktion soll in noch billigere Länder wie Vietnam und Zentralchina verlegt werden.
    Gou hält sich völlig bedeckt, gibt kaum Interviews und will keine eigene Produktmarke. Sein Unternehmen produziert alles Vorstellbare der Elektronikbranche. Sein bester Kunde war Apple mit dem geheimgehaltenen Produktionsauftrag des iPhones, ebenfalls im Gespräch ist die dortige Herstellung von Apples zukünftigem Table-PCt, einem leichten, flachen Designcomputer aus gehärtetem Glas, der mit Fingerbewegungen zu steuern ist.
    Foxconns Mutterkonzern Hon Hai Precision Industry fixiert sich auf Basistechnologien, da die Elektronikhersteller wie z.B. die amerikanische Palm Kosten senken müssen. Gous Unternehmen haben sich bereits klammheimlich weltweit angesiedelt. Beispiele sind der Bau einer Computerfabrik mit HP in Russland, die Übernahme eines Dell Werks in Polen und eines von Motorola in Mexiko. Mit Media Saturn will Gou mit deutschem know how eine chinesische Elektronikmarktkette aufbauen. Ein Computerchipwerk Hon Hais wird Solarzellen produzieren und in Indonesien soll durch Kohleabbau Benzin destilliert werden.
    Apple hat jetzt allerdings statt Foxconn die Asutek-Tochter Pegatron mit der weiteren Produktion des iPhones beauftragt. Ein Zusammenhang der Entscheidung mit dem Selbstmord des jungen Foxconn Angestellten Sun, der nach dem Verlust eines iPhone Prototyps scharf verhört und bedroht wurde, wird von Apple dementiert.
 
Qeulle: SFTD. 11.01.2010, von Thomas Wendel und Claudia Wanner
http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:agenda-taiwans-lautloser-i-phone-bauer/50058594.html

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» Japan «

Super-Sonderangebote tarnen Deflation
 
    Japans 2,2 Prozent niedrigeres Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat weist auf eine Deflation hin, die sich zu einer Spirale entwickeln könnte, auch wenn der Preisverfall für die Kunden bisher noch als Sonderangebot getarnt wird.
    Deflation, definiert als deutlicher, anhaltender Preisrückgang für Waren und Dienstleistungen drückt Kaufkraft und Kauflust der Japaner, deren Boni schrumpfen, die einen bedeutenden Teil ihres Gehalts ausmachen. Die Bevölkerung muss sparen und ersetzt sogar technische Geräte nicht mehr so verfrüht wie üblich. Elektronikketten erkennen den Trend und verkaufen "aufgefrischte" Gebrauchtgeräte wie Laptops, die ihrerseits aber wieder den Preis neuer Laptops drücken.
    Fachgeschäfte müssen schließen und werden durch 100-Yen-Ladenketten wie Daiso (entsprechend deutschen 1 Euro Läden) mit tausenden Filialen landesweit ersetzt. Auch Geschäfte mit Luxusmarken müssen für billigere Geschäftsketten wie z.B. H&M oder GAP Platz machen. Jeans für fünf Euro, deren bereits billiger Herstellungsort von China nach Kambodscha verlagert wurde, wetteifern mit CDs bekannter Labels für sieben oder acht Euros. Aufmerksame Kunden brauchen kaum mehr reguläre Preise zu bezahlen, da fast alle Läden den einen oder anderen Artikel als Sonderangebot führen. Verdient wird an diesen "Schnäppchen"jedoch schon längst nichts mehr.
 
Qeulle: Süddeutsche. 09.12.2009, von Christoph Neidhart
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/682/496992/text/print.html

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» Malaysia «

Missverstandene Bezeichnung "Allah"
 
    Im fortschrittlichen Malaysia wollen strenggläubige Muslime Christen verbieten, den Namen "Allah" zu verwenden. Nach der Benutzung des Wortes in einer katholischen Zeitung wird in Kirchen Feuer gelegt.
    Der Grund liegt in einem völlig fehlverstandenen, exportierten Islamverständnis. Die Tatsache, dass arabisch-sprachige Christen kein anderes Wort für "Gott" als "Allah" haben, ist scheinbar nur Muslimen im Nahen Osten bekannt. Dem Koran nach haben Christen auch keinen anderen Gott als Muslime, denn "Allah" gehört nicht nur einer Religion an - "Allah" ist einzig.
 
Quelle: Welt, 11.01.2010, von Daniel-Dylan Böhmer
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5803364/Allah-ist-fuer-alle-da.html

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» Thailand «

Verurteilter Premierminister sorgt für Spannungen
 
    Die Spannungen zwischen den Nachbarländern Thailand und Kambodscha sind wieder aufgelebt.
    Kambodscha ernannte den wegen Machtsmissbrauchs verurteilten und per Haftbefehl gesuchten früheren Premierminister Thailands, Thaksin Shinawatra, zum Regierungsberater.
    Einem geplanten Auslieferungsgesuch Thailands ging der Rückruf seines Botschafters aus Kambodscha voraus. Kambodschas Regierungschef tat dasselbe, indem er die Verurteilung Thaksins als rein politisch motiviert verurteilte.
    Ein gemeinsames Öl- und Gasförderungsprojekt beider Länder wurde von Thailand gekündigt.
 
Quelle: Welt, 10.11.2009,
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5803364/Allah-ist-fuer-alle-da.html

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» Singapur «

Apec gegen Währungspolitik Chinas
 
    Seit Peking 2008 den Renminbi an den Dollar koppelte, und dieser gegenüber zahreichen asiatischen Währungen abgewertet hat, kann China die Konkurrenz mit günstigen Produkten übertrumpfen.
    Durch den unterbewerteten Renminbi überschwemmt China den amerikanischen Markt mit Billigprodukten, hat selbst aber keine Kaufkraft für US Importe mit der Folge eines riesigen Leistungsbilanzdefizits der USA. Bei seiner letzten Chinareise sprach Barack Obama eine Abwertung der chinesischen Währung an, bisher erfolglos.
    Asiaten und Amerikaner verbündeten sich kürzlich auf dem Treffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Singapur mit der Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers mit der Forderung nach marktorientierten Wechselkursen.
    Die asiatischen Zentralbanken müssen vorläufig noch mit hohen Kosten intervenieren, um eine gleichzeitige Abwertung von Dollar und Renminbi abzuwehren. Auch für Deutschland wird das Exportgeschäft mit China schwieriger.
    Die Appelle der Internationalen Staatengemeinschaft, und vor allem die Aufrufe der Schwellenländer könnten die bisher rigide Wechselkurspolitik Pekings aufwesichen.
    Die Bank of China hat bereits signalisiert, den Renminbi künftig an den Trends der wichtigsten Währungen zu orientieren
 
Quelle: FTD, 19.01.2010, von Christiane von Hardenberg
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:wechselkurspolitik-asien-unterstuetzt-obama-im-waehrungsstreit-mit-china/50039525.html

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» Indonesien «

Solides Wachstum durch stabile Konsumfreude
 
    Die Asienkrise 1997/98 sorgte in Indonesien für Reformen, die in geringer Staatsverschuldung, einem gesunden Banksektor und strikter Regulierung des Finanzmarkts resultierten.
    Die Regierung reagierte daher auf die jüngste Krise umgehend mit einem Konjunkturpaket, die Banken halfen mit Zinssenkungen und Erleichterungen bei der Kreditaufnahme, der öffentliche Bereich erhöhte die Gehälter. Die weltweit viertgrößte Bevölkerung des Inselstaats konsumierte trotz Wirtschaftskrise unverdrossen weiter und sorgte auch 2009 für ein Wachstum von etwa vier Prozent. Für 2010 sind 5,4 Prozent vorhergesagt.
    Trotz starken Exporteinbruchs Anfang 2009 stiegen die Ausfuhrzahlen schon im zweiten Quartal. Als starker Rohstofflieferant profitiert Indonesien zudem von Konjunkturprogrammen anderer Länder, vor allem Chinas.
    Die einzigen Risikofaktoren des Landes könnten Inflation, politische Instabilität, Korruption und Naturkatastrophen darstellen.
 
Quelle: FTO, 11.01.2010, von Young-Sim Song,
http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:asiens-gewinner-teil-4-indonesien-reformen-gesaet-wachstum-geerntet/50058798.html

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