http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/269/499545/text/
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Beginnender Wirtschaftsaufschwung
Durch einen überraschenden Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) mit einer Jahresrate von real 4,6 Prozent kann Japan trotz einer um 5 Prozent geschrumpften Wirtschaft 2009 mit einem BIP von 5,1 Billionen Dollar den zweiten Platz auf der Liste der größten Volkswirtschaften hinter den USA halten. Damit liegt es knapp vor China mit einem BIP von 4,9 Billionen Dollar. Mit einem Wachstum 2009 von 8,7 Prozent könnte China Japan in diesem Jahr jedoch überholen. Deutschland belegt Platz vier.
Das exportabhängige Japan befindet sich allerdings weiter in einer Deflation mit sinkenden Preisen. Verbraucherausgaben, die dort mit etwa 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung beitragen, stiegen im Vergleich zum letzten Quartal um real 0,7 Prozent. Öffentliche Investitionen sanken um 1,6 Prozent, Investitionen von Unternehmen wuchsen zum ersten Mal seit sieben Quartalen um 1,0 Prozent. Ebenfalls zum ersten Mal seit sieben Quartalen trug die Inlandsnachfrage zum Wachstum des BIP bei.
Qeulle: Süddeutsche. 15.02.2010,
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/975/503201/text/
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Gefängnis für Liebe ohne Trauschein
Im Zug einer härteren Durchsetzung des islamischen Schariarechts sind am Neujahrstag 52 junge, unverheiratete, muslimische Paare bei Razzien in Hotels verhaftet worden. Auf das Vergehen steht bis zu zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe.
Bei öffentlichem Alkoholkonsum drohen Stockhiebe, wer raucht, muss zur Strafe Ketterauchen. Die Gesetze gelten für alle Muslime - fast zwei Drittel der Bevölkerung, jedoch nicht für Minderheiten wie Christen, Buddhisten und Hindus.
Quelle: Süddeutsche, 14.01.2010
http://www.sueddeutsche.de/panorama/886/499167/text/
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Modernisierung mit Ausgangspunkt Islam
Seit dem malayischen Gerichtsturteil zugunsten der Nutzung des Begriffs "Allah" für den christlichen Gott mehren sich Brandanschläge auf Kirchen und Schulen.
Die inkorrekte Assoziation des Islam mit dem Begriff Terror bleibt bestehen, da viele Anschläge unfundiert mit dem Glauben gerechtfertigt werden.
Eine Modernisierung und Demokratisierung islamischer Länder nach europäischem Verständnis wird nicht funktionieren, da das zugrundeliegende Konzept eines stetigen Wandels der islamischen Idee des unwandelbaren, göttlichen Gesetzes und der rigiden Idealvorstellung des Lebens widerspricht. Solange alle Neuerungen sowie die Abschaffung von Tabus und Unterdrückung der Frau als gottlos gelten, sind muslimische Gesellschaften zum Stillstand oder gar zum Rückschritt verdammt. Die arabischen Staaten hinken der Globalisierung bereits hinterher, Modernisierung beschränkt sich dort hauptsächlich auf Kommerz, intellektuelle Weiterentwicklung ist unerwünscht.
Die Akzeptanz von Modernisierung bzw. Demokratisierung durch die rund 1,2 Milliarden Anhänger einer 1600 Jahre alten Religion kann nur durch den Islam selbst gerechtfertigt und erreicht werden. Als Beispiel dient Saudi Arabien, wo jetzt das Konzept eines gemäßigten Islams als "echter" Islam gelten soll. Die Vollendung des Projekts kann jedoch noch viele Jahre dauern. Sein Erfolg hängt auch von der Behandlung grundsätzlicher Fragen wie der demokratischen Mitbestimmung oder der Stellung der Frau ab. Nur teilweise säkularisierte, islamische Staaten können sich politisch weiterentwickeln.
Durch Säkularisierung könnte irgendwann dem Terrorismus als politische Kampfform weltweit der Nährboden entzogen wird.
Quelle: Süddeutsche, 10.01.2010, und 12.01.2010
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Neue Einnahmequelle durch Kasinos
Auf der Suche nach neuen Geldquellen eröffnete der Stadtstaat Singapur, wo bisher das Glücksspiel verboten war, zum chinesischen Neujahrsfest sein erstes Kasino. Angegliedert an das riesige "Resorts World Sentosa", betrieben von Amerikas "Las Vegas Sands" und Malaysias größtem Unternehmen Genting sind sechs Hotels mit 1800 Zimmern. Kostenpunkt: über 7 Milliarden Euro. Das noch größere Resort "Marina Bay Sands" mit 2500 Hotelzimmern und einem Kongresszentrum für 45.000 Personen ist noch im Bau. Man rechnet mit etwa 40.000 neuen Arbeitsplätzen und einem allgemeinen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts.
Singapur will das Spielerparadies Macau überflügeln, das mit 32 Kasinos und elf Millionen Besuchern jährlich, davon die Hälfte aus China, mehr als 4 Milliarden Euro Steuern pro Jahr einnimmt.
Etwa 35.000 Menschen stürmten zur Eröffnung von Singapurs erstem Kasino. Befürchtungen zum Thema Geldwäsche durch "Junket-Reisen" haben die Kasinobetreiber nicht. Dabei laden Drittfirmen Spieler mit hohen Einsätzen zum Kasinobesuch ein. In Singapur soll das große Geschäft ganz legal bleiben.
Quelle: FTD, 20.02.2010, von Kevin Brown und Christiane von Hardenberg
http://www.ftd.de/lifestyle/reise/:gluecksspiel-singapur-wird-zockerparadies/50075858.html
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Welthöchster Wolkenkratzer geschlossen
Der mit 828 m höchste Wolkenkratzer der Welt "Burj Khalifa" in Abu Dhabi wurde am 4. Januar eröffnet, Eintrittspreis sind 20 Euro. Mehrere tausend Touristen besuchten bereits die Aussichtsplattform, die nach einem Monat geschlossen werden musste.
Der Eigentümer "Emaar Properties" gab jetzt zu, dass es Probleme mit der Aufzugselektrik gäbe. Rettungskräfte mussten die Insassen eines defekten Fahrstuhls über Leitern befreien.
Quelle: FTD, 09.02.2010
http://www.ftd.de/lifestyle/reise/:technische-maengel-dubai-schliesst-wolkenkratzer-wegen-eines-defekten-aufzugs/50071959.html
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Machtverschiebung im Staat VAE
Als im Herbst 2009 das bisherige Musteremirat Dubai zahlungsunfähig wurde, kam der bis dahin eher unbeachtete Nachbar Abu Dhabi zur Rettung. Seither ist die Wirtschaft Dubais wie gelähmt, Projekte wie der riesige Bürokomplex "Entrepreneur Business Village" oder ein Unterwasserhotel bleiben unvollendet und ungebaut, nur alte Vorhaben werden noch fertiggestellt.
Das ölreichste, mächtigste und immens wohlhabende Abu Dhabi mit der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nutzt die Welle der Verlagerung deutscher und anderer ausländischer Unternehmen von Dubai und betreibt eine dynamische Entwicklung in den Bereichen Kultur, Umwelt und Industrie. Prestigeobjekte sind außerdem der neue Formel-1-Kurs mit Hotelkomplex, ein Ferrari-Themenpark sowie Masdar City, eine emissionsfreie Ökostadt. Die geplante Touristenattraktion "Saadiyat Island" soll Zweigstellen des Guggenheim-Museums und des Louvre beherbergen.
Quelle: FTD, 11.02.2010, von Silke Mertins,
http://www.ftd.de/politik/international/:arabische-emirate-abu-dhabi-ist-das-neue-dubai/50072631.html
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