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Augsburg, April 2010

Inhaltsverzeichnis:

 

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» China «

Regierungsspritze für Banken?
 
    Chinas Banken, die die Wirtschaft 2009 mit Krediten von etwa einer Billion Euro unterstützt haben, könnten in den nächsten fünf Jahren umgerechnet rund 52 Mrd. Euro fehlen. Eine Finanzspritze der Regierung kann daher nicht ausgeschlossen werden. Die benötigte Summe setzt sich aus einer Eigenkapitalquote von 11,5%, einer geplanten Steigerung des Nettogewinns von 12% und einer geforderten weiteren Erhöhung der Kreditvergabe um 15 % zusammen.
    Der andauernde Währungsstreit mit den USA, die auf eine Aufwertung des Yuan drängen, soll dem unfairen Wettbewerbsvorteil Chinas, das seine Produkte auf dem Weltmarkt künstlich billig verkauft, ein Ende bereiten. Der Yuan wird von informierten Kreisen bis zu 40 % unterbewertet angesehen. Eine Aufwertung käme auch Obamas Plänen einer massiven amerikanischen Exporterhöhung entgegen.
    China will seine amerikanischen Importe zwar steigern, drängt aber gleichzeitig auf eine Lockerung der Exportkontrollen für High-Tech Produkte, wodurch mehr amerikanisches know-how nach China gelänge, was wiederum ein erhöhtes Risiko für Plagiate mit sich bringe.
    Exportweltmeister China hat seit sechs Jahren zum ersten Mal mit einem Außenhandelsdefizit abgeschlossen mit einem Überschuss bei den Importen von 7,24 Mrd. Dollar.
 
Süddeutsche, 13.04.2010
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/307/508452/text/

 

Massiver Kohlebedarf bewirkt Preissteigerung
 
    Dem rapiden Preisanstieg für Eisenerz folgt der Preis für Kokskohle, ein wichtiger Bestandteil der Stahlproduktion. Grund ist Chinas wachsender Bedarf durch die aktuelle Modernisierung des Minensektors, die Schließung kleiner Minen und das massive Konjunkturpaket.
    Etwa 600 kg Kokskohle, seltener als Kesselkohle und mit niedrigerem Schwefelgehalt, werden für eine Tonne Stahl benötigt. Chinas Importbedarf, der 2008 noch 3,4 Mio. Tonnen Kokskohle, aber allein im April 2009 bereits 2,8 Mio. betrug, soll 2010 auf 28 Mio., bis 2011 auf 20 Mio. und 2015 auf zwischen 180-300 Mio. Tonnen jährlich steigen.
    Bei Eisenerz wird eine Preissteigerung von 80-100 Prozent erwartet. Die großen Minenkonzerne setzten durch, den Preis nicht mehr jährlich, sondern alle drei Monate neu zu verhandeln, was die Preise um ein weiteres Drittel verteuern kann. Dasselbe soll für Kokskohle gelten.
    Obwohl die Volksrepublik im Besitz etwa eines Drittels des Gesamtvorkommens an Kokskohle ist, bereiten die immer tiefer liegenden, auszubeutenden Schichten technische Probleme, und in großen Herstellungszentren wie den Provinzen Henan und Shandong hat der Ausstoß den Höhepunkt überschritten.
    Ende 2009 noch bei 180$ liegt der Preis pro Tonne mittlerweile zwischen 220 und 240 $ und das Angebot wird knapper. Daher wird mehr Kraftwerkskohle zur Stahlherstellung verwendet, die vorher der Elektrizitätserzeugung diente.
    2010 wird daher in den USA ein Angebotsdefizit von 50 Mio Tonnen erwartet. Eine Umschichtung von Kohle auf Gas durch den niedrige Erdgaspreis könnte den Kohleverbrauch allerdings drücken und das Defizit niedriger ausfallen lassen.
    Kohlekontrakte, die schon länger an den Börsen gehandelt werden, könnten sich als Vorreiter für den Eisenerzmarkt entpuppen, dessen Derivatehandel erst langsam Formen annimmt. Das Handelsvolumen über alle Kohlekontrakte hinweg stieg im Vergleich zum Vorjahr um 100 Prozent, die offenen Positionen erreichten im März mit 115.521 Kontrakten den höchsten Stand. Erfolgsgrund sind verlässliche Indizes der elektronischen Handelsplattform Globalcoal, die mit der Tochtergesellschaft Globalore jetzt den Erfolg auf Eisenerz übertragen will. Der Handel soll überwacht werden und nur anonym und auf Bildschirmen stattfinden. Wirkliche Mengen sollen auf standardisierter Basis an bestimmten Hubs gehandelt werden, damit sich ein starker Index formen kann. Das Volumen des Derivatehandels bei Eisenerz könnte sich damit bis 2020 von derzeit 300 Mio.$ auf 200 Mrd.$ steigern.
 
Quelle: : FTD, 06.04.2010, von Christine Mai und Tobias Bayer
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:jagd-nach-rohstoffen-chinas-kohlehunger-trifft-stahlhersteller/50097255.html

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Straffere Geldpolitik gegen Inflationsgefahr
 
    Chinas Wirtschaftsleistung wuchs im ersten Quartal um 11,9 %, die Industrieproduktion allein um 20 %. Einzelhandelsumsätze stiegen um 17,9 %, aber auch die Verbraucherpreise kletterten um 2,2%, die Nahrungsmittelpreise um 5,1%, wenn auch die Jahresteuerungsrate im März auf 2,4% im Vergleich zu 2,7% im Februar fiel. Eine Jahresinflationsrate von drei Prozent ist von Peking einkalkuliert.
    China lässt die Wirtschaftskrise rasant hinter sich. Grund ist das massive Konjunkturpaket von 430 Mrd. Euro, das aber Ende des Jahres ausläuft. Für 2010 wird ein Wachstum von acht bis zehn Prozent vorhergesagt, womit China Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft hinter den USA ablösen könnte. Beobachter warnen vor einer Wirtschaftsblase und steigender Inflation. Chinas extreme Nachfrage an Rohstoffen führt außerdem zu deren Verteuerung.
    Der Überhitzung des Immobilienmarkts und anderer Boom-Industrien sollen. Maßnahmen wie z.B eine Steuer auf Immobiliengewinne entgegenwirken. Überkapazitäten in der Industrie sollen nur langsam abgebaut werden, denn China ist weiterhin auf hohe Wachstumsraten angewiesen, wenn es soziale Problem vermeiden will.
    Eine schrittweise Straffung der Geldpolitik mit einer Erhöhung des Mindestreservesatzes durch die Peoples Bank of China, einer Einschränkung der Kreditvergabe und der Begrenzung der Geldmenge M2 ( Bargeldumlauf und langfristige Spareinlagen) auf 17% sollen dabei helfen.
    Bei der seit 2008 an den Dollar gekoppelten Landeswährung Renminbi wird eine Aufwertung von zwischen 2 und 5% erwartet. Obwohl die Regierung auf Aufwertungsdruck negativ reagiert und versucht, Erwartungen des Kapitalmarkts zu dämpfen, geht man davon aus, dass auch andere exportorientierte Schwellenländer wie Brasilien, Russland und Indien sich für einen stärkeren Renminbi aussprechen.
 
Quelle: Welt, 16.04.2010
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article7204970/Chinas-Wirtschaft-waechst-um-fastzwoelf-Prozent.html

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Die Schattenseite von Asiens Boom
 
    Die Wachstumsraten der asiatischen Schwellenländer wie China, Singapur, Korea, Taiwan und Indonesien sind beeindruckend, China weist Zahlen vor, die zuletzt während des Booms 2007 erreicht wurden. Gleichzeitig explodieren aber die Immobilienpreise, Lebensmittel- und Energiepreise steigen zusammen mit den Inflationsraten. Eine Aufwertung der Währung könnte dem Preisanstieg entgegen wirken, denn die meist in Dollar gehandelten Rohstoffe würden durch einen aufgewerteten Yuan billiger. Singapurs Währung soll bereits jetzt in einem breiteren Band schwanken dürfen, was eine langsame Aufwertung gegenüber dem Dollar bewirken wird.     China hingegen will diesen Schritt noch nicht vollziehen, was auch auf den Druck der USA zurückzuführen ist, dem sich Peking noch nie unterwerfen wollte. Nachdem die USA aber auf die offizielle Anschuldigung der chinesischen Währungsmanipulation verzichtet, besteht die Chance, dass China den Yuan doch aufwerten könnte.     Durch eine einmalige starke Aufwertung würden zwar Importe verbilligt, Exporte jedoch verteuert, wodurch Hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährdet wären. Steigende Inflation hingegen ist ein Risiko für Chinas sozialen Frieden.     Daher ist eine Rückkehr zur Wechselkursschwankung in engem Rahmen wie bereits zwischen 2005 und 2008 am wahrscheinlichsten, womit Peking seine Strategie zur langsamen Yuan-Internationalisierung und damit einer frei handelbaren Währung weiter verfolgen könnte, zumal im Jahr 2020 soll Shanghai internationales Handelzentrum werden soll.     Anleger können hingegen nur direkt profitieren, wenn es zu einer einmaligen starken Aufwertung des Yuan kommen sollte. Indirekt profitieren Investoren in den Aktienmärkten Chinas und der Gesamtregion Asien-Pazifik.
 
Quelle: Welt, 16.04.2010, von Frank Stocker
http://www.welt.de/finanzen/article7207274/Asiatischer-Mega-Boom-schuert-neue-Aengste.html

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» Singapur «

Enormes Wachstum der "Schweiz Asiens"
 
    Das Wirtschaftswachstum des Stadtstaats Singapur betrug im ersten Quartal 32 Prozent, mit dem besten Ergebnis im verarbeitenden Gewerbe und hier den Segmenten Halbleiter und Biomedizin. Im Vergleich zum vorherigen Quartal gab es eine Steigerung um 139 Prozent und um 30 Prozent zum letzten Jahr.
    Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 konnten 13,1 Prozent gutgemacht werden. Die Wachstumsprognose der "Schweiz Asiens" für 2010 beträgt neun Prozent. Es werden bereits Steuererhöhungen empfohlen.
 
Quelle: Süddeutsche. 14.04.2010,
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/417/508561/text/

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» Südkorea «

Koreanischer Staatsfonds investiert in Sony Center
 
    Der staatliche, südkoreanische Pensionsfonds will das Wahrzeichen des "Neuen Berlins", das Areal des Sony Centers kaufen, das Anfang 2008 für geschätzte 600 Mio. Euro vom Morgan Stanley Real Estate Funds erworben wurde mit dem Hauptmieter Deutsche Bahn auf zehn Jahre. Der Pensionsfond kaufte Ende 2009 bereits die Londoner Zentrale der britischen Bank HSBC für etwa 860 Mio. Euro, die sie danach wieder zurückmietete.
    Die Immobilienfonds der US-Investmentbank, die vor der Finanzkrise über zehn Mrd. Euro in den deutschen Immobilienmarkt investierte, verlor durch zu hohe Verschuldung der Fonds bereits einen Teil ihrer Objekte an Banken.
    Aufgrund des seit Jahresbeginn stark gestiegenen Preisabschlags geht man bei dem eingefrorenen, offenen Immobilienfond von weiteren massiven Wertberichtigungen aus, da der Börsenpreis derzeit etwa 23 Prozent unter dem angegebenen Nettoinventarwert liegt (Vermögen abzüglich Schulden).
    Diese erste seit der Krise geplante große Investition eines asiatischen Staatsfonds, auf die man bisher vergeblich wartete, stimmt den seit einem Jahr stagnierenden deutschen Immobilienmarkt optimistisch. Der weiter bestehende Ruf Deutschlands als relativ gesunde Volkswirtschaft reizt zur Zeit hauptsächlich Käufer mit hohem Eigenkapital, weniger Investoren in Form von Schnäppchenjägern.
 
Qeulle: FTD, 25.03.2010 von Meike Schreiber
http://www.ftd.de/finanzen/immobilien/:wahrzeichen-zum-verkauf-koreanischer-staatsfonds-greift-sich-berliner-sony-center/50093134.html

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Medaillenfieber in Vancouver
 
    Südkorea, das sich in den letzten Jahrzehnten von einem der ärmsten zu einem der reichsten Länder der Welt gemausert hat, holte bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver zehn Medaillen - die Athleten, vor allem die Eiskunstlauf-Siegerin Kim Yu Na werden wie Volkshelden gefeiert. Medaillen beim Shorttrack, Eiskunst- und Eisschnelllauf gewannen dem Land einen Platz im Bereich der traditionell starken Wintersportnationen. Die Bewerbung des Wintersportorts Pyeongchang für die Olympischen Spiele 2018 wird zudem als Beginn eines neuen koreanischen Sportzeitalters betrachtet.
    Gezielte Förderung, hartes Training mit wissenschaftlich untermauerten Systemen und immer mehr Sponsoring trugen zum Erfolg der Mannschaft bei. Das Prämien-Punktesystem des Nationalen Olympischen Komitees ist ein zusätzlicher starker Anreiz, da eine Goldmedaille bereits die Maximalpunktzahl bedeutet und damit eine lebenslange Auszahlung von etwa 638 Euro monatlich. Männliche Gewinner einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille sind gleichzeitig von der Wehrpflicht befreit.
    Trotz der Defizite in anderen Schneesportarten prophezeit Südkorea seinen jungen Athleten eine glänzende Zukunft.
 
Quelle: FTD, 24.02.2010,
http://www.ftd.de/sport/olympia/topnews/:das-neue-powerhouse-suedkorea-im-olympia-fieber/50079696.html

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» Arabische Welt «

Sudan: Gebietstrennung unumgänglich
 
    Fünf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs zwischen Nord und Süd finden im Sudan, dem größten Land Afrikas mit 25 Bundesstaaten und 16,5 Mio. registrierten Wählern Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, seit 24 Jahren die ersten Wahlen, zu der verschiedene Parteien antreten. Die Wahlen dauern wegen schlechter Infrastruktur drei Tage, der teilautonome Süden wählt einen eigenen Präsident und ein eigenes Parlament.     Beobachter rechnen trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen mit Wahlbehinderungen. Nach Einschüchterungsaktionen gegen die     Oppositionsparteien und deren teilweisen Boykott mit dem Rückzug fast aller Kandidaten im Norden gilt die Wiederwahl von Präsident Omar al-baschir als sicher.     Für viele Südsudanesen ist dies der erste Urnengang ihres Lebens. Viele der in Flüchtlingslagern lebenden Menschen in der Krisenregion Darfur konnten sich außerdem nicht als Wähler registrieren lassen.     Der Sudanese Hassan al-Turabi, ein einflussreicher politischer Aktivist, Führer und bekannter Islamgelehrter, politisch aktiv seit über 40 Jahren, wurde in Verlauf seines Lebens mehrfach     interniert oder unter Hausarrest gestellt, vor allem nachdem er Präsident Baschir aufforderte, sich wegen Kriegsverbrechen in Darfur dem Internationalen Gerichtshof zu stellen.     In einem Interview für den arabischen Nachrichten- und Fernsehsender Al Jazeera, bekannt für überparteiliche Berichterstattung, nahm al-Turabi zu den Wahlen und der Situation im Sudan Stellung.     Al-Turabi, der im Westen studiert hat, beschreibt sich als reformierter freier Denker und Schriftsteller und meint, demokratischer Sozialismus sei der beste Weg für alle. Er rechnet weder mit einer fairen Wahl noch mit einer demokratischen Regierung, sieht den Wahlprozess aber als ersten Schritt in die richtige Richtung für ein zukünftig friedlicheres Land, vor allem nach dem Friedensabkommen mit dem Süden. Eine Abtrennung des Südens nach der Wahl sei unvermeidlich, er hofft auf einen konfliktfreien Teilungsprozess und im Verlauf der politischen Weltentwicklung auf eine spätere Wiedervereinigung. Eine gesamte Neubestimmung der Grenzen aller Nachbarstaaten sei notwendig, auch um die vom Kolonialismus künstlich etablierten Grenzen abzuschaffen. Durch die Situation in Darfur könnten acht Mio. Menschen kein normales Leben führen und es sei extrem unbefriedigend, dass so viele nicht an den Wahlen teilnehmen konnten.     Al Turabi, einst Gründer der Nationalen Kongresspartei NCP und mittlerweile deren Gegner, erklärt seine Positionsänderung durch die Entfremdung der Partei von den wahren Werten des Islam. Deren Hauptziel sei nur noch, alles und jeden sowohl im privaten- wie öffentlichen Bereich zu kontrollieren. Die Werte hätten sich auf Alkoholverbot und eine Kleiderordnung für Frauen reduziert, Parteimitglieder selbst richten sich nicht danach.     Al-Turabi rechnet mit einem manipulierten Wahlausgang, den er offen kritisieren werde. Er sieht aber dennoch die Chance, dass durch aktive Politiker aus verschiedensten Parteien eine Neuverteilung der Machtverhältnisse und eine spätere Regimereform in die Wege geleitet werden könnte. All dies sei besser als eine neuerliche Krise und Revolution und der völligen Disintegration des Landes. Man müsse die Realität akzeptieren und mit Optimismus langfristig in die Zukunft denken.
 
FTD, 11.04.2010; Al Jazeera, 16.04.2010;
http://www.ftd.de/politik/international/:parlaments-und-praesidentenwahlen-erster-urnengang-nach-buergerkrieg-im-sudan/50099202.html http://www.ftd.de/politik/international/:wahlen-im-sudan-haben-begonnen/50099175.html http://english.aljazeera.net/focus/sudanelection/2010/04/201041695818247859.html

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