http://www.straitstimes.com/print/BreakingNews/Asia/Story/STIStory_518384.html
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Blutige Unruhen: Hintergründe und Auswirkungen
Seit über zwei Monaten herrscht verstärkt Unruhe in Thailand. In beiden gegnerischen Lagern, den oppositionellen Rothemden und den regierungstreuen Gelbhemden gibt es weniger gemeinsame Interessen als einen gemeinsamen Gegner. Das Regierungslager besteht aus Königsnahen, dem Militär und Teilen der neuen Mittelschicht. Die Rothemden setzen sich aus verarmten Bewohnern des unterentwickelten Nordens Thailands zusammen. Gemäßigtere und radikale „Rote“ fordern den Rücktritt des Premierministers Abhisit zugunsten einer Regierung, die sich mehr für ihre Belange einsetzt. Die Rothemden sind Anhänger des ehemaligen Premierministers Shinawatra, der 2006 vom Militär gestürzt wurde. Der Milliardär hat zwar mit den verarmten Teilen der Bevölkerung wenig gemeinsam, erkannte aber das massive Wählerpotential und setzte nach der Wahl im Jahr 2000 sein Programm mit den wichtigen Themen Gesundheitsfürsorge und Kreditvergabe sehr schnell durch. Das schaffte Vertrauen und ein völlig neues Selbstverständnis und Selbstvertrauen – eine Entwicklung, die sich verselbstständigte, und die Shinawatra nicht vorhersah. Nach seinem Sturz versinnbildlicht er jetzt überzogene Hoffnungen, die ein real agierender Politiker nie erfüllen könnte. Shinawatra soll zudem einen Großteil der Aufstände aus dem Exil finanziert haben.
Der 82jährige König Bhumibol griff nicht ein, als vor einiger Zeit die Gelbhemden den Flughafen von Bangkok besetzten und verspielte so sein Rolle als unabhängiger König und Schiedsrichter aller Thais.
Trotz der anfänglichen Zahl von etwa 100.000 Demonstranten ist schwer einzuschätzen, wieviel der 60 Mio Einwohner Thailands tatsächlich hinter den Aufständischen stehen. Eine Neuwahl wurde vom Premierminister Abhisit für November angeboten unter der Voraussetzung des Abzugs der Rothemden, die ihrerseits den vorherigen Abzug der Soldaten forderten. Ein Schwanken zwischen Kompromiss- und Konfrontationsbereitschaft zeugte von der Spaltung innerhalb des Oppositionslagers. Radikale Anhänger setzten daher alles in Bewegung, um den Konflikt eskalieren zu lassen. Die im Großen und Ganzen abwartende und eher geduldige Haltung seitens der Regierung ist recht überraschend.
Ein Ende des andauernden Konflikts ist trotz der gewaltsamen Beendigung der Proteste nicht abzusehen. Die radikalen Oppositionselemente könnten in den armen Gebieten des Landes weiterhin Überfälle auf Polizeistationen und andere Übergriffe organisieren. Die durch die blutigen Unruhen entstandene Kluft in der Bevölkerung sitzt jetzt tief und wird nicht leicht zu überbrücken sein.
Die führende Rolle Thailands in der Asean (Association of Southeast Asian Nations), die weltweit die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Region vertritt und sich für Stabilität und Demokratie einsetzt, dürfte vorläufig vorbei sein. Das einstige Demokratisierungsmodell Thailand wird in Ländern mit kommunistischer Führung als negatives Beispiel benutzt.
Die um fast 50% eingebrochene Tourismusbranche trägt dazu bei, die bisher positive wirtschaftliche Entwicklung zu bremsen und Investoren abzuschrecken.
Quelle: Spiegel, 20.05.2010 von Michael Kieffer und Kerstin Schulz
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,695441,00.html
Quelle: Süddeutsche, 20.05.2010 von Tobias Matern
http://www.sueddeutsche.de/politik/unruhen-in-thailand-wir-werden-wieder-kaempfen-1.947154
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Glücklichster Einwohner gesucht!
Die Philip Merry Consulting Group in Singapur ist wieder auf der Suche nach dem glücklichsten und belastbarsten Einwohner, der oder die durch eine konsistente positive Einstellung zugleich Inspiration für Andere ist. Teilnehmer müssen außerdem über 18 Jahre alt sein. Der Wettbewerb wurde auch durch die Wirtschaftskrise motiviert, mit der solche Menschen besser umgehen könnten, denn Belastbarkeit fördere eine positive Einstellung. Der Gewinner wird am 10. Juni feststehen, danach schließt sich eine Konferenz zu den Themen Zufriedenheit, Belastungsfähigkeit und Optimismus an. In der zweiten Jahreshälfte will das Unternehmen den zufriedenstellendsten Arbeitsplatz ermitteln – die Kriterien werden noch bekanntgegeben.
Quelle: Straitstimes, 23.04.2010, von Yeo Shang Long
http://www.straitstimes.com/BreakingNews/Singapore/Story/STIStory_518310.html
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Inflationsdruck durch Wirtschaftsboom
Indiens Zentralbank, die für das laufende Haushaltsjahr eine Steigerung von acht Prozent des BIP erwartet, hob im Kampf gegen die Inflation zum zweiten Mal innerhalb eines Monats die Zinsen und Reserveanforderungen für Banken an, die drei wichtigsten Sätze liegen jetzt um jeweils einen Viertelprozentpunkt höher. Mit dem enormen Wachtstum steigt die Blasengefahr – die Teuerung erreichte letzten Monat 9,9 % zum Vorjahr, die Zentralbank erwartet aber am Ende Haushaltsjahrs eine Verlangsamung auf 5,5%.
Investoren begrüßten die Maßnahmen der Zentralbank - die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen fielen um 7 Basispunkte auf 8,02%, derAktienindex Sensex wuchs um 0,7%, die Rupie gewann 0,4% je Dollar.
Weitere Zinserhöhungen werden erwartet. Die Regierung will in diesem Haushaltsjahr etwa 100 Mrd.$ aufnehmen. Geldpolitische Überlegungen fordern zwar die Abschöpfung überschüssiger Liquidität, aber das Schuldenmanagement fordert unterstützende Liquidität – ein schwieriger Drahtseilakt für die Notenbank.
Der Boom der großen asiatischen Volkswirtschaften birgt allgemein eine massive Blasengefahr. China will z.B. Preissteigerungen am Immobilienmarkt mit höheren Anzahlungen und Zinsen für Zweitwohnungen und Finanzierungsverbot für Drittwohnungen eindämmen.
Quelle: FTD, 10.02.2010, von Joe Cochrane
httptests-off-the-streets/50071348.html
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Koran hemmt Wachstumspotential von Banken
Laut der Ratingagentur Moody’s könnte der islamische Derivatemarkt mit einem aktuellen Volumen von 950 Mrd.$ auf mindestens 5000 Mrd.$ zulegen, wenn der äußerst begrenzte Derivatehandel anziehe. Die jährliche Expansion der Islamic Finance liegt bei etwa 15-20% jährlich, die islamischen Anleihen, die Sukuk-Bonds, machen 1100 Mrd.$ aus. Unter den führenden Emissionshäusern sind Citigroup, HSBC und die Deutsche Bank mit der wichtigsten Region Malaysia , die sich eine Lizenz sicherte, mit der sie islamische Bonds in der lokalen Währung anbieten darf.
Spekulation und Handel von finanziellen Produkten sei laut Koran untersagt, wodurch islamische Banken trotz hoher Liquidität ein Problem beim effizienten Umgang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten haben. Das Risikomanagement ist unterentwickelt und starke Expansion ins Ausland setzt die Banken großen Währungsrisiken aus.
Die Banken umgehen das Korangebot durch Mittelsmänner. Sie kaufen z.B. Rohstoffe auf dem Kassamarkt, verkaufen an eine „normale“ Bank und vereinbaren eine zukünftige Rückabwicklung. Der Intermediär trägt das Risiko der Rohstoffpreisschwankung, die islamische Bank das Ausfallsrisiko des Kontrahenten.
Moody’s hofft durch die Aufstellung verbindlicher Regeln auf eine Entwicklung islamischer Derivate. Der Derivateverband ISDA arbeitet an einem Rahmenvertrag, um durch Einsatz modernster Finanzinstrumente den Erfolg islamischer Banken, die ein enormes Wachstumspotential haben, nachhaltig zu sichern.
Quelle: FTD, 07.04.2010, von Tobias Bayer
http://www.ftd.de/finanzen/derivate/:hedging-nach-koranvorschriften-islamischer-derivatemarkt-hebt-ab/50097328.html
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